Lesen ist... - Der Morawa-Podcast

02.26 Florian Scheuba

Episode Summary

Florian Scheuba, einer der bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Kabarettisten Österreichs, spricht in der neuen Folge von „Lesen ist...” mit Buchhändlerin Anna Laganda über sein neues Buch „Die Welt geht unter, aber mich nichts an”. Darin begreift er Satire als Notwehr: als Werkzeug, um Menschen an das zu erinnern, was um sie herum passiert, und um dem täglichen Zumutungen einer von Trump, Putin, Musk und Kickl geprägten Gegenwart etwas entgegenzusetzen. Die beiden sprechen darüber, warum Dinge, über die man lachen kann, weniger Angst machen, was investigatives Kabarett von klassischem Kabarett unterscheidet und was Scheuba in jahrzehntelanger Bühnengeschichte über Zensur, Mut und Resilienz gelernt hat.

Episode Notes

In dieser Folge von „Lesen ist...” begrüßt Anna Laganda Florian Scheuba in der Leselust-Lounge. Scheuba ist Kabarettist, Autor und Schauspieler, vielfach preisgekrönt (unter anderem mit dem Salzburger Stier, dem Österreichischen Kabarettpreis und dem New York Television Award) und seit Jahrzehnten eine der schärfsten satirischen Stimmen des Landes.

Im Mittelpunkt steht sein neues Buch „Die Welt geht unter, aber mich nichts an”, erschienen im Zsolnay-Verlag. Der Untertitel bringt es auf den Punkt: Satire als Notwehr. Scheuba setzt dem gesellschaftlichen Untergang, dem Schwinden von Demokratie, Wahrheit und Artenvielfalt, den trotzigen Bau von Humor-Dämmen entgegen. Sein Mittel: der scharfe Blick, die Pointe, und Freundschaften zu investigativen Journalisten, aus denen investigatives Kabarett entsteht.

Anna und Florian sprechen darüber, warum Lachen nicht Wegsehen bedeutet, sondern manchmal der direkteste Weg ist, Dinge auszuhalten und trotzdem hinzuschauen. Außerdem: Zensur und was Scheuba in vielen Jahren österreichischer Kabarettgeschichte darüber gelernt hat. Mut, Resilienz, Empathie und die Frage, was unser Zeitgeist mit uns macht.